Orlando
Ausgangspunkt für das Projekt ist der Roman Orlando von Virginia Woolf. Orlando ist eine der seltsamsten Romanfiguren überhaupt. Erst männlich, dann weiblich und mehrere hundert Jahre alt.
Wir möchten den Stoff als Sprungbrett benutzen, um ein Visual Poem über Transformation zu schaffen. Für die Umsetzung suchen wir nach einer Sprache, die Inhalt der Geschichte und Form der Umsetzung in eine Wechselbeziehung treten lässt. Dazu arbeiten wir mit den Mitteln Puppentheater und Video-Mapping. Orlandos Leben wird von einer Figur erzählt, die sich im Verlauf des Abends fünf Mal verwandelt. Sie trägt ein Kleid, das gleichzeitig die Spielfläche für die Puppen ist. Die Spieler*in kann als Erzählerfigur das Publikum adressieren und wird im nächsten Moment zur Bühne für das Puppenspiel. Und schliesslich ist das Kleid auch Projektionsfläche. Die Spieler*in wird selbst zu einer lebenden Leinwand und die Grenzen zwischen Spieler*in und Puppe verwischen.
Mitwirkende:
Sebastian Ryser: Regie /künstlerische Leitung
Lars Wolfer: Ausstattung /Video /künstlerische Leitung
Annina Mosimann: Spielerin
Benjamin Ryser: Sound
Dominique Enz: Dramaturgie