Nebel fangen

Ausgangspunkt unserer Recherche ist das Bilderbuch „Die Schneiderin des Nebels“ (2018) von Agnès de Lestrade und Valeria Docampo. Es erzählt von Rosa, die Nebel einfängt, Fäden spinnt und Stoffe webt, bis Erinnerungen an ihren vermissten Vater sie dazu bringen, auch Sonnenstrahlen zu verweben – ein Sinnbild für Verdrängen, Erinnern und Verarbeiten von Gefühlen. Diese starken Bilder inspirieren uns zu einem Theaterstück für Kinder von 7 bis 11 Jahren, das auch für Menschen mit Seheinschränkungen zugänglich ist.
In einer zweiwöchigen Recherche erforschen wir Nebel als poetisches Bühnenelement und entwickeln im Proberaum ein „Nebel-Vokabular“. Dieses vertiefen wir mit Kindern aus drei Schulklassen, darunter eine heilpädagogische. Gemeinsam mit den jungen Teilnehmer*innen entstehen Geschichten, Figuren und Nebelbilder, die wir in Musik, Gerüche, Geräusche und haptische Erfahrungen übersetzen. Das gesammelte Material bildet den Grundstein für die spätere Stückentwicklung mit Premiere 2027.

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