In der kommenden Saison wird NOTUS am Festival Tanz in Olten am 14.November 2025 sowie am Theater am Gleis Winterthur am 21. Februar 2026 gezeigt. Es laufen derzeit Gespräche über weitere mögliche Aufführungen, unter anderem bei den Printemps de Sévelin in Lausanne im März 2026, beim Festival Groove ’n‘ Move in Genf im Februar 2026, sowie an weiteren Orten und Festivals innerhalb und außerhalb der Schweiz, sowohl für die kommende Saison als auch für 2026/27.

Um die Durchführung dieser Termine zu gewährleisten, muss das choreografische Material an einen weiteren Künstler*in vermittelt werden, sodass alle Vorstellungen mit zwei Darstellenden abgesichert sind. Die erste Aufführung mit einem veränderten Cast wird am 14. November 2025 im Rahmen des Festivals Tanz in Olten stattfinden.Zu diesem Zweck plant die Kompanie sieben Probentage für die Wiederaufnahme in St. Gallen, im Residenzort Pool-Raum für Kultur.

Die Auswahl der Künstler*in, die das Stück erlernen wird, befindet sich aktuell in der Abschlussphase, mit dem ausdrücklichen Wunsch, eine Person aus der Region zu engagieren.

Amoklauf, Cyber Mobbing, rassistische Übergriffe und Hasskriminalität. Die Gesellschaft scheint sich zu polarisieren, auseinander zu driften und immer gewalttätiger zu werden. Wir machen ein Stück über Menschen, die zusammenhalten. Zora und ihre Bande ist ein Stück über Ausschluss, Hass und Gewalt, aber auch über Solidarität und Zusammenhalt, über Freiheit und Träume. Und es ist ein Stück, dass Jugendliche in die Mitte stellt. Auf einer Holzbühne, die Schiff, Markt, Burg und Gefängnis sein kann, laufen, kämpfen, ringen und singen fünf Darsteller:innen für ein würdiges Leben. Im Team ist eine Tänzerin und eine Sängerin, aber alle singen, tanzen und spielen. Alles verfließt zu einem ganzen von fünf Performern. Dabei ist das Abenteuer im Vordergrund und die Kritik, der Anspruch kommt frei Haus dazu. Ein Abend der alle angeht, darum spielen wir Schulvorstellungen und Abendvorstellungen, um Menschen jeden Alters anzusprechen.

Mitwirkende:

Danielle Fend-Strahm: Regie/Leitung
Matthias Strahm: Ausstattung
Simon Labhart: Schauspiel
Tobias Fend: Schauspiel/Leitung
Anne Bontemps: Schauspiel/Gesang
Johanna Köster: Schauspiel

„Versuch über das Warten“ ist ein interdisziplinäres Performance-Projekt von Micha Stuhlmann, Thomas Kessler und Christoph Luchsinger.
Im Spannungsfeld von Struktur und Instinkt erforscht das Trio das Warten als eigenständigen, existenziellen Zustand – jenseits von Funktionalität und Zweckdenken. Bewegung, Klang, Sprache und eine lebensgrosse Puppe schaffen Resonanzräume, in denen Zwischenzustände, Pausen und innere Wildwüchse erlebbar werden. Warten wird nicht als Mangel, sondern als Schwelle verstanden: als Möglichkeit, innezuhalten, Unbestimmtes zuzulassen und Resonanz mit dem eigenen Grund zu finden.
Begleitet von Julien Burckhardt (Kamera) entsteht ein offenes, fragiles Gefüge, das in Laborphasen und öffentlichen Versuchsreihen weiterentwickelt wird – nicht mit fertigen Antworten, sondern als Einladung zum geteilten Prozess. Im Anschluss an die Recherchephase steht eine Produktion in Aussicht.

Mit der Recherche «In der Dämmerung wächst ein Flüstern» wird der Botanische Garten St.Gallen zur Bühne und zum Forschungslabor zugleich. Gemeinsam mit einem Team von Künstler:innen erforschen Helen Prates de Matos und Sebastian Ryser Pflanzen, Tiere, Räume und Klänge – und machen den Garten selbst zum Erzählenden. Im Dialog mit seiner Geschichte und Gegenwart werden unscheinbare Orte durch Spiegel, Rahmen und Projektionen neu sichtbar, während Blätterrauschen, Tropfen und Insektensummen in poetische Soundscapes verwandelt werden. Ziel ist die Recherche, für ein abendfüllendes, ortsspezifisches Theaterstück, das Wissenschaft, Kunst und Sinnlichkeit verbindet – und dem Botanischen Garten eine erweiterte Bühne eröffnet.

Mit Infrarot (AT) setzen wir unsere künstlerische Auseinandersetzung mit ökologischen Krisen nach Ultrablau fort. Ausgangspunkt ist die Sonne – Symbol für Macht, Energie, Hoffnung und Zerstörung zugleich. In einer einwöchigen Ideations- und Konzeptionsphase (Januar 2026) möchten wir als transdisziplinäres Kollektiv Sound, Video, Licht, Bühne, Kostüm und Text erproben und Material entwickeln. Unser Fokus liegt auf dem Spannungsfeld von Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit: von Infrarotstrahlung, nuklearer und digitaler Energie bis hin zu
unsichtbaren Kapitalströmen und Datenmüll. Die Recherchephase bildet die Grundlage für eine gemeinsame künstlerische Sprache, die wir anschliessend zu einem multimedialen Theaterraum weiterentwickeln. Ziel ist die Konzeption des Stücks für die Premiere im Dezember 2026 in der Zentralwäscherei Zürich sowie die Einbindung weiterer Ko-Produktionshäuser.

Mitwirkende:
Jonas Bernetta: Regie Zürich
Kaija Knauer: Text, Dramaturgie
Selina Pfeiffer: Videokunst Zürich
Ivalina Yapova: Bühne und Licht
Candid Rütter: Musik
Luca Tarelli: Kostüm Appenzell
Ramun Bernetta: Produktion

Ausgangspunkt unserer Recherche ist das Bilderbuch „Die Schneiderin des Nebels“ (2018) von Agnès de Lestrade und Valeria Docampo. Es erzählt von Rosa, die Nebel einfängt, Fäden spinnt und Stoffe webt, bis Erinnerungen an ihren vermissten Vater sie dazu bringen, auch Sonnenstrahlen zu verweben – ein Sinnbild für Verdrängen, Erinnern und Verarbeiten von Gefühlen. Diese starken Bilder inspirieren uns zu einem Theaterstück für Kinder von 7 bis 11 Jahren, das auch für Menschen mit Seheinschränkungen zugänglich ist.
In einer zweiwöchigen Recherche erforschen wir Nebel als poetisches Bühnenelement und entwickeln im Proberaum ein „Nebel-Vokabular“. Dieses vertiefen wir mit Kindern aus drei Schulklassen, darunter eine heilpädagogische. Gemeinsam mit den jungen Teilnehmer*innen entstehen Geschichten, Figuren und Nebelbilder, die wir in Musik, Gerüche, Geräusche und haptische Erfahrungen übersetzen. Das gesammelte Material bildet den Grundstein für die spätere Stückentwicklung mit Premiere 2027.

Dieses Projekt hat zum Ziel, das Leben und Werk der 1963 verstorbenen Komponistin Olga Diener aufzuarbeiten, um es breiter zugänglich zu machen. Zeitlebens erfuhr die in St. Gallen und Altnau (TG) wohnende Künstlerin nicht die Aufmerksamkeit, die ihr Schaffen und Talent verdient gehabt hätten. Diener entwickelte sowohl in ihrer Lyrik als auch in ihren Kompositionen über Jahre eine eigene Handschrift, die heute mehr und mehr Menschen erreicht. Mit diesem Projekt soll das gefördert werden.
Für den ersten Schritt steht nicht eine konkrete Veranstaltung oder eine Publikation im Vordergrund, sondern die Vorarbeit, die geleistet werden muss, damit es überhaupt zu einer breiten Auswertung und damit zu einer grösseren Aufmerksamkeit kommen kann.

Dadurch dass Olga Diener zu Lebzeiten kaum Beachtung fand, befindet sich noch zu vieles im Verborgenen oder hinter umständlichen Schranken: in Archiven, in privaten Nachlässen oder im Gedächtnis von Nachfahr*innen.

Mitwirkende:
Philippe Diener: Kernteam, Recherche
Simone Keller: Kernteam, Recherche
Ramon Bischoff: Kernteam, Recherche

Für das Zusammenspiel und die Wahrnehmung der audiovisuellen Künste in ihrer zeitgenössischen Ausrichtung soll im Rheintal mehr Platz geschaffen werden.
Es braucht Orte für künstlerische Experimente, Möglichkeiten, wo Künstler:innen, Performer:innen, Musiker:innen, Autor:innen, Regisseur:innen ihr Schaffen im Austausch untereinander und mit dem Publikum ausprobieren und weiterentwickeln können. Dazu wurde der gemeinnützige Verein Wegwarte mit Sitz in Widnau gegründet. Wegwarte 001 findet vom 12. bis 28. Juni 2025 im Stellwerk Heerbrugg
statt. Mit dabei: Alice Köppel und Miro Kuzmanovi.

Mitwirkende:
Sandro Heule: Co-Kurator und Musiker
Alice Köppel: Ausstellende, Auftretende als Performerin und Poetin
Philippe Heule:  Auftretender als Autor mit Live-Hörspiel
Miro Kuzmanovi: Ausstellender, Fotograf

Für die zweite Ausgabe von Susurrus – audiovisuelle Kunst am Wasserfall 2026 ist eine vertiefte Recherche- und Entwicklungsphase geplant.
Im Fokus steht die Reflexion der Rolle als künstlerische Leitung, die sich zwischen Kuration, Organisation und eigener künstlerischen Praxis bewegt.

Morena Barra führt Gespräche mit erfahrenen Menschen, die sich an der Schnittstelle zwischen einladender Künstlerin und Kuration bewegen und entwickelt ein künstlerisches Statement.
Parallel werden neue Naturorte in der Ostschweiz erkundet und vergleichbare Festivalformate analysiert, um das Konzept nachhaltiger und achtsamer Kunst weiterzudenken.

Ziel ist es, neue Perspektiven auf Kunst und Natur zu entwickeln und ein diverses Netzwerk aufzubauen, das zukünftige Ausgaben von Susurrus nachhaltig stärkt.

„THE IN BETWEEN“ ist die zweite abendfüllende Tanzproduktion von Neil Höhener und zugleich das erste Gruppenstück seiner freischaffenden Kompanie. In Koproduktion mit dem Theater am Gleis und unterstützt von der Stadt Winterthur entsteht ein Werk, das die Grenzen klassischer Geschlechterrollen hinterfragt und Körper als Projektionsfläche für Identität und Wandel erforscht. Aufbauend auf dem autobiografischen Solo „AN ACT“ (2024) entwickelt die Kompanie eine sinnliche und rohe Bewegungssprache, inspiriert von
Popkultur und persönlichen Narrativen. Im Spannungsfeld zwischen öffentlicher Inszenierung und privater Intimität schafft „THE IN BETWEEN“ Raum für fluides Sein – ein tänzerischer Dialog, der starre Kategorien aufbricht und Platz für Zwischenzustände lässt.
Eine Einladung, Identität neu zu denken.

Mitwirkende:

Neil Höhener: Künstlerische Leitung /Choreograf
Nadika Mohn: Tänzerin
Elena Nielsen:Tänzerin
Naomi Kats: Tänzerin
Charlotte Mathiessen: Dramaturgin
Caroline Finn: Out side eye /Mentorin
Luca Magni: Musiker /Komponist
Gabor Nemeth: Szenograf
Ben Voorhaar: Kostümbildner