Die Blase ist eine Theater Serie in drei Teilen. Wir untersuchen darin die Auswirkungen ein und desselben Ereignisses auf verschiedene Gesellschaftsschichten, oder eben Blasen. Jeder Teil beleuchtet eine Blase, wobei sich die Figuren natürlich überschneiden.
Der erste Teil im Mai und Juni 2025 ist eine Freilicht – Komödie, die an verschiedenen Orten im Appenzell und Vorarlberg aufgeführt wird. Der Charity Club möchte wie jeden Advent seinen Glühweinstand aufbauen. Davon lassen sie sich nicht von einem bevorstehenden Vulkanausbruchs
abhalten. Vor allem nicht, weil alle in ein Geflüchteten Wohnheim investiert haben, das direkt am Vulkan liegt.
Die Blase ist eine böse und überdrehte Freilicht-Komödie, über eine privilegierte Oberschicht, die unwillig ist, auf Veränderungen einzugehen.

Seit 2012 macht Café Fuerte zeitgenössisches Theater an speziellen Orten zu aktuellen Themen, und hat sich so ein wachsendes Publikum in der Region geschaffen.
Unsere Zielgruppe sind alle Menschen, besonders aber jene, die sonst kaum oder kein professionelles Theater sehen. Wir erreichen diese Menschen, weil wir mit unseren Stücken zu ihnen kommen, in ihre Dörfer, in Gasthäuser, Garagen, oder eben wie bei „Die Blase“ auf
öffentliche Plätze. Unsere Themen sollen relevant sein, mit den Menschen etwas zu tun haben. Wir wollen nicht belehren, sondern begreifen uns als Teil des Systems. Dabei biedern wir uns aber nie in der Form an. Wir machen Theater auf der Höhe der Zeit, aber so, dass es für alle
zugänglich ist. Mit jeder Produktion gehen wir auf Tour, machen Wiederaufnahmen, manche Stücke spielen wir über 40 mal. Die Vereinbarkeit von Theater und Familie ist uns wichtig. Wir proben von 8 – 12:30 Uhr um uns an die Betreuungszeiten anzupassen.

Mitwirkende:
Danielle Fend-Strahm, Co-Leitung, Regie
Matthias Strahm, Ausstattung
Moritz Widrig, Komposition, Live-Musik
Gregor Weisgerber, Schauspieler
Simon Labhart, Schauspieler
Stefan Pohl, Schauspieler
Tobias Fend, Autor/Schauspieler

Die Compagnie Buffpapier adaptiert Kafkas „Die Verwandlung“ in einem tragikomischen, grotesken Stil.
Nach Elizaveta Bam (2017) widmet sie sich erneut einem literarischen Klassiker. In einer grellen, überzeichneten Atmosphäre stehen Gregors Vater, Mutter und Schwester im Fokus, um ihre parasitäre Beziehung und das clowneske Potenzial dieses Trios hervorzuheben. In einem Europa, das sich zunehmend an bürgerlichen Werten orientiert, erinnern wir an Max Frischs Worte: „Die Stille der Pantoffeln ist gefährlicher als der Lärm der Stiefel.“

Die Compagnie Buffpapier stellt für ihre neue Kreation «Métamorphose» eine exklusive Co-Regie von Franziska Hoby und Stéphane Fratini mit einem internationalen Trio junger, talentierter Schauspielerinnen und Schauspieler vor. Eine Premiere für die Compagnie Buffpapier.
Diese Kreation ist die sechste Produktion des Labels «Laboratoire», eine Initiative, die es dem Ensemble seit 2007 ermöglicht, neue künstlerische Bereiche zu erforschen. Nach „Prothèse“ (2007), „Egon“ (2009), „BAM“ (2013), „Falsh-Gordon“ (2017) und „Work“ (2023) zeichnet sich diese neue Adaption eines Werks von Kafka durch einen einzigartigen Stil aus, der Morbidität und Clownerie miteinander verbindet. Das Ensemble möchte dem Stück eine fesselnde Atmosphäre zwischen Horror und Thriller verleihen.

Mitwirkende:
Stéphane Fratini, Co-Regie
Franziska Hoby, Co-Regie, Spiel, Bühnenbild, Kostüm
Moritz Praxmarer, Spiel, Kreation
Anathasia Chatzigiannaki, Spiel,Kreation
Marketa Pscolkova, Spiel, Kreation
Marcel Gchwend, Musik
Manuel Gmür, Bühnenbild
Atelier VII Ismini & Alea, Kostüm

Premiere: 
26. November 2025, Palace St.Gallen

The In Between wird die zweite abendfüllende Tanzkreation des jungen Choreografen Neil Höhener sein und sein erstes Tanzstück als Kompanie mit drei Tänzerinnen.

In The In Between (Arbeitstitel) setze ich die Auseinandersetzung aus meinem Solo An Act (2024) fort. Das Stück hinterfragt konventionelle Narrative zu Körper und Geschlecht und erforscht den Körper als Projektionsfläche. Ziel ist es, eine Ablösung von Kategorien zu ermöglichen und ein Tanzstück zu schaffen, das sich nicht klassifizieren lässt. Durch das Ablegen von Schichten entsteht eine tiefere Verbindung. Wir arbeiten mit Gegensätzen, die Reibung erzeugen und eine Zwischenwelt öffnen. Inspiriert von Biografien und Popkultur entwickeln wir eine lustvolle, sinnliche Körpersprache zwischen Präsentation und Privatheit, zwischen Zeigen und Verbergen.

Mitwirkende
Moira Lafosse,  Tänzerin
Elena Nielsen,  Tänzerin
Naomi Kats,Tänzerin
Charlotte Mathiessen, Dramaturgin
Neil Höhener, Choreograf

In unserer neuen Produktion (Film & Tanz) A Journey steht die Protagonistin Sophie im Zentrum. In ihrem Selbstfindungsprozesses sucht sie Zugehörigkeit, Authentizität und Identität. Die Filmaufnahmen in Graubünden – in der spektakulären Tektonik-Arena Sardona und in der monumentalen Skulptur OGNA von Matias Spescha in Trun – stehen für die zwei Welten, in denen sich Sophie bewegt.

Zum einen möchten wir aus dem bereits gefilmten Rohmaterial einen ca. 15-minütigen Tanzfilm produzieren. Zusätzlich planen wir eine dazugehörige Tanzperformance mit einer Dauer von etwa 45 Minuten. Dieses Format – eine Kombination aus Filmscreening und Tanzperformance – präsentieren wir auf einer internationalen Tournee einem breiten Publikum.

Mitwirkende
Helena Amor, Tänzerin & Konzept
Sophie Gerber,Tänzerin
Elina Kim, Tänzerin & Styling
Harumi Mumenthaler, Tänzerin & Szenografie
Ellen Wolf, Künstlerische Leitung & Co-Regie & Tänzerin
Alessandra Hitz, Tänzerin

Die Gruppe Annexe wurde ausgewählt, die Schweiz an der Architekturbiennale 2025 in Venedig zu vertreten. An der Schnittstelle von Performance und Architektur hat Annexe eine transdisziplinäre Praxis entwickelt. Für das Projekt in Venedig schlagen wir eine Überlagerung von Lisbeth Sachs‘ Kunsthalle von 1958 für dieSAFFA mit Bruno Giacomettis Schweizer Pavillon von 1952 vor.

Die formale Geste der fragmentarischen Überlieferung bekommt anhand einer Klanginstallation aus Field Recordings, die in performativen Workshops während der Konzeptionsphase realisiert werden, eine neue Bedeutung: Erinnerung und Imagination treffen in einem komplexen Resonanzkörper aufeinander und formen somit einen alternativen Zugang zur Erfahrbarkeit von öffentlichen Räumen. Die akustische Intervention vermittelt einen nachhaltigen Bauprozess und beleuchtet den Beitrag von Frauen zur gebauten Umwelt.

Mitwirkende
Elena Chiavi, kuratorisches Team Arveyes
Amy Perkins, kuratorisches Team Zürich
Kathrin Füglister, kuratorisches Team Zürich
Myriam Uzor, kuratorisches Team St.Gallen
Axelle Stiefel, kuratorisches Team & embedded artist Genf
Octave Magescas, Sounddesigner Paris
Tobias Becker, Projektkoordination Berlin
Emma Kouassi, Grafik Design Zürich

 

Was kommt da noch? ist ein gemeinschaftsorientiertes Performanceprojekt. Es besteht aus einer Reihe von Workshops, die mit der Präsentation einer gleichnamigen Tanzaufführung mit Livemusik verbunden sind.

Das Projekt widmet sich nachhaltigen und verantwortungsvollen künstlerischen Praktiken und konzentriert sich auf prozesshafte und fortlaufende Forschung. Es fördert die Verbreitung eines singulären, kohärenten und aussergewöhnlichen Tanzwerks und bietet eine breitere Erfahrung in Bezug auf künstlerische Wertschätzung und Praxis im Bereich des zeitgenössischen Tanzes.

Kombiniert mit der Erfahrung eines professionellen künstlerischen Engagements im Rahmen von Workshops und Performances, bringt das Projekt Tanzlaien und Profis in Austausch von theoretischem und praktischem Wissenund Lebenserfahrungen zusammen. Darüber hinaus bietet es die Möglichkeit, individuelle Verantwortung in einem kollektiven Kontext zu überdenken.

Mitwirkende
Elenita Queiróz, Konzept, Künstlerische Leitung, Workshopleitung, Projektleitung
Jacques Erlanger,Produktionsleitung St.Gallen
Mira Paudler-Boss, Produktionsleitung

Bin ich das?“ – Ein Solo für Viele (AT) ist eine Bühnenproduktion, koproduziert mit dem SchlachthausTheater Bern (Premiere Oktober 2025), mit Gastspielen in der Ostschweiz.
Das Stück thematisiert das Spiel mit Identität, Selbstwahrnehmung und der Fragmentierung unserer Persönlichkeit in einer Welt, in der wir uns ständig zwischen unterschiedlichen Rollen bewegen. Kann mich die Gesellschaft noch als Menschen wahrnehmen, wenn sich meine Persönlichkeit in viele Einzelteile zerlegt – Teile, die womöglich einer Kategorie angehören, der andere ablehnend gegenüberstehen?

Die Performance möchte einen Empathieraum schaffen und das Verbindende zwischen uns betonen.
Die Performerin und Videokünstlerin Sarah Hugentobler kreiert aus dem Stimmenarchiv, das auf persönlichen Gesprächen basiert, eine Lip-Sync Performance mit einer Video. Aus einer einzelnen Performerin entfaltet sich ein Spiegelkabinett an Persönlichkeiten.

Termine
8. Oktober 2025 (Premiere) Schlachthaus Theater Bern
10.-12. Oktober 2025 (weitere Vorstellungen) Schlachthaus Theater Bern
Herbst 2026 (1 – 2 Gastspiele, genaue Termine noch offen) im Phönix Theater Steckborn

Mehr Informationen

Das Theatermusikstück „Rujum“ ist eine interaktive und immersive Aufführung für Kinder ab 5 Jahren, die draussen in der Natur stattfindet. Unter der Leitung von Aviv Peretz verbindet die Produktion Storytelling, Musik, Theater und Performance um Kindern und Erwachsenen gleichermassen die Schönheit und Magie der Natur näherzubringen. Die Aufführung lädt das Publikum ein, aktiv teilzunehmen und sich durch humorvolle und tiefgründige Geschichten über Naturphänomene mit seiner Umgebung zu verbinden. Durch diese einzigartige Verbindung von Kunst und Natur fördert „Rujum“ nicht nur die künstlerische Kreativität, sondern auch das Umweltbewusstsein und die Sinneswahrnehmung der Zuschauer:innen.

«Rujum» verbindet interaktives Theater mit Musik in natürlichen Spielorten. Ziel ist es, das Publikum durch Geschichten über Naturphänomene zu inspirieren und auf künstlerische Art und Weise das Bewusstsein für ihre Umwelt zu fördern. Wir setzen auf eine inklusive Beteiligungsstrategie, die das Publikum aktiv einbindet, und nutzen nachhaltige Produktionspraktiken. Durch Thematik und Setting schaffen wir ein einzigartiges Erlebnis, das Kunst, Natur und Bildung vereint.

Mitwirkende:
Aviv Peretz: Produktion, Musik, Spiel
Ega Guggenbühl: Musik, Spiel
Marisa Sturzenegger: Bühne, Kostüme, Ausstattung
Laura Oertle: Bühne, Kostüme, Ausstattung
Rebecca C. Schnyder: Projektleitung, Fundraising

Constanze Mozart?

DIE Constanze, Wolfgangs Frau, tritt mit diesem Programm aus dem Schatten ihres Mannes. Zehn Jahre lebte sie mit dem wohl grössten musikalischen Genie. Danach trug sie 50 Jahre bis an ihr Lebensende seine Musik, die auch ihre war, in die Welt hinaus, veranstaltete Konzerte, besuchte Könige, baute Denkmäler und war vor allem eines: Constanze!
Eine Schauspielerin, die auch Geige spielt und singt und zwei fantastische klassische Musiker (Barockcello und Hammerflügel) erzählen das Leben der Constanze Mozart, geb. Weber und umrahmen ihre aussergewöhnliche Geschichte mit schönster Kammermusik von W.A. Mozart und seinen Zeitgenossen.

Mitwirkende:
Annette Démarais-Stickel: Constance Mozart
Mathias Kleiböhmer: Violoncello, Gesang
Vital Julian Frey: Cembalo, Gesang
Pascal Démarais: Regie,Drehbuch

Aufführungen:
5. Sept 25 Thun, alte Oele
11. Sept 25 Zürich, Lavatersaal
12. Sept 25 Flims, Flimsfestival
13. Sept 25 St.Gallen, Theater 111
14. Sept 25 Heiden, Lindensaal
19. Okt 25 Altstätten (SG), Diogenes Theater

 

ORLANDO (AT) ist das zweite Stück der Compagnie «Rohstoff», das im Januar 2026 in St.Gallen Premiere haben wird.

Ausgangspunkt ist der Roman von Virginia Woolf. Sie erzählt darin das Leben Orlandos, der als Junge zur Welt kommt und als Frau Karriere macht. Ein Leben, das 350 Jahre umspannt, im 16. Jahrhundert beginnt und im Jahr 1928 (in dem der Roman endet) noch immer andauert. Vor allem aber zeichnet die Autorin anhand von Orlandos Biografie ein schillerndes Sittengemälde der Gesellschaft durch die Jahrhunderte und legt dabei die Konstruktion von Geschlecht sowie die damit verbundenen politischen und sozialen Machtstrukturen offen.
Während der Recherche setzt die Compagnie ihre Suche nach einer visuellen Sprache fort, die Puppentheater mit Videoprojektionen verknüpft. Sie arbeitet mit einem Prinzip arbeiten, das Kostüm, Bühne und Projektionsfläche eins werden lässt.

Regie/Spiel: Sebastian Ryser
Video: Lars Wolfer
Dramaturgie: Dominique Enz